Surfischer e. V. Freilassing
Surfischer e. V. Freilassing

Verein

Die Geschichte des Vereins

 

Im Jahre 1948 begannen einige Fischer auf der Strecke des Besitzers Stefan Meyer ihrem früheren Hobby nachzugehen. Es waren damals 7 Idealisten; die Jahreskarte kostete 30 DM. Es bestand eine zwangslose Gemeinschaft von Gleichgesinnten, die kurzeitig dem Fischereiverein Freilassing beitraten. Der Gedanke der Pachtung der Sur reifte heran. Eine gezielte Wasserbewirtschaftung stand an  und eine Vereinsgründung wurde in Erwägung gezogen.

Am 07.01.53 war es dann soweit. Bei der Gründungsversammlung im Zollhäusl erklärten 18 Interessenten den Beitritt zu dem neuen Verein „Surfischer Freilassing“. Zum Vorstand wurde Oberlehrer Forster aus Surheim gewählt. Nachfolger wurde Hermann Fuchs, der das Amt bis 1994 bekleidete. Am 05.02.53 trat man dem Fischereiverband Oberbayern bei. Am 01.01.55 konnte der erste Pachvertrag abgeschlossen und somit dem Verein eine Grundlage geschaffen werden. Der Eintrag in das Vereinsregister erfolgte am 31.01.55; ein Jahr später wurde das  Hüttengrundstück erworben.

 

Die Arbeit ging nun nicht mehr aus und ein Regelarbeitsdienst wurde eingeführt. Diese Maßnahme war wegen Sanierungsarbeiten am Gewässer und der Hütte unumgänglich. Das Grundstück erhielt ein neues Gesicht und in der Hütte tauschte man die Karbid- und Petroleumfunzel mit der Glühlampe. Für Besatzmaßnahmen machte man sich die Einführung einer Fangliste zu eigen, die sich bis heute bewährt hat. Bei wasserbedingten Besatzumstellungen waren die Aufzeichnungen vorteilhaft.

 

Um Anfängern den Einsteig als waidgerechte Fischer zu ermöglichen, wurde 1960 mit Vorbereitungskursen mit abschließender Fischerprüfung begonnen. Alle Mitglieder beteiligten sich daran. Hier leistete der Verein eine gewisse Vorreiterrolle. Zehn Jahre wurden Petrijünger für eine größeres Einzugsgebiet  (Berchtesgaden, Bad Reichenhall, Waging u. Chiemsee) herangebildet.

 

Um nach außen die Vereinsangehörigkeit zu dokumentieren, kam es zur Anschaffung des Vereinsabzeichen, welches vor 10 Jahren modifiziert wurde. Für Fischerkönige wurde eine Fischerkette angefertigt, welche auf das Jahr des ersten Königsfischens 1951 zurückgeht. Das mit dem Königsfischen verbundene Fischerfest wird seit 1963 in einem Bierzelt  gefeiert, welches die Brauerei Wieninger dem Verein in späteren Jahren übereignete.

 

Im Jahre 1969 wurde die Gewässerstrecke durch Anpachtung der Sur von Hr. Johann Wallner ausgedehnt und 1979 nochmals erweitert. Somit ergibt dies nun zusammenhängend 11 Kilometer Surlauf  mit 2 Mühlbächen und 25 Altwassern.

 

Vereinsinterne und seit 1988 vereidigte Fischereiaufseher überwachen diese Gewässer. Zwischenzeitlich traten die Surfischer dem Naturschutzbund und dem Tierschutzbund bei, um auf örtlicher Ebene eine Zusammenarbeit zu ermöglichen. Die neurenovierte Fischerhütte wurde 1996 durch Brandstiftung ein Raub der Flammen. Unwiederbringliche Erinnerungen waren verloren, das Brandobjekt musste komplett abgerissen und entsorgt werden. Für den Neubau, der äußerlich mit der ursprünglichen Hütte identisch ist, wurde 600 Fach- und 1700 Hilfsarbeiterstunden aufgewendet. Die Materialkosten in Höhe von 37000 DM hielten sich in Grenzen, da hiervon ein Großteil durch die Fa. Max Aicher bereitgestellt wurde.

 

1982 verstarb die Verpächter Fr. Maria Meyer und 2 Jahre später der Teilerbe Sebastian Dietz. Nachdem schon zu Lebzeiten Vorsorge bezüglich der weiteren Gewässergestaltung getroffen worden war, änderte sich bei der Erbfolge nichts. Mit dem derzeitigen Eigentümern Hans Dietz und Barbara Müller-Dietz konnte ein Vertrag bis zum Jahre 2038 vereinbart werden. Umsichtiges Verwalten des Gewässers und ein gewisses Vertrauensverhältnis waren die Voraussetzungen dafür. Eine große Verpflichtung war es den Verpächtern Barbara und Hans Dietz die goldene Ehrennadel des Vereins zu verleihen und sie zu Ehrenmitgliedern zu ernennen.

 

Um Arbeiten jeglicher Art zu erleichtern wurden vielerlei Maschinen angeschafft. Für die Fischerei waren Wasserproben- und Sauerstoffgeräte, Wathosen, Transportbehälter und Pumpen eine Notwendigkeit, ganz zu schweigen von den alltäglichen Werkzeugen und Utensilien. In letzten Jahren kamen noch ein Plastikboot, ein E-Gerät mit Zubehör und ein Laptop dazu. Im  Jahre 2006 fand die Kleinkäranlagenverordnung auch Anwendung am veralteten Sanitärsystem der Hütte. Das aufwendige Entleeren der Sickergrube zum Königsfischen hatte mit der Errichtung eines 3-Kammernsystems ein Ende.

 

In diesem Zusammenhang wurde auch die Toilettenanlage erneuert und ein aufwendiger Anbau errichtet, der es nun gestattet, die Mitglieder großzügig unterzubringen. Einen besonderen Platz in der Vereinsgeschichte nimmt jedoch das Wasserwirtschaftsamt Traunstein mit all seinen zuständigen Bediensteten, insbesondere die Flussmeisterstelle Laufen ein. Ihre Leistungen an der Sur werden weiterhin Zeugnis ablegen von einem umsichtigen, naturnahen Umgang mit der Sur. Letzteres  ist am Umbau des Surheimer Wehres eindrucksvoll dokumentiert.

 

Unterstützung und Wohlwollen fanden wir auch bei allen uns nahestehenden Ämtern und Kommunen. Es ist uns auch ein Bedürfnis ein „Danke schön!“ auch an jene zu richten, die unerwähnt blieben. Abschließend wollen wir die Versicherung abgeben, dass wir weiterhin unermüdlich bemüht sein werden, alles für die Erhaltung des Gewässers und der damit verbundenen Natur zu tun, zum Wohle der Allgemeinheit.

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier finden Sie uns

Surfischer e. V. Freilassing

Walter Ostermeier
Carossastr. 23
83451 Piding

e-mail: vorstand@surfischer.de

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